Schwerpunkt: Francisco Lombardi / Peru

Dem international mehrfach ausgezeichneten peruanischen Regisseur ist unser zweiter Schwerpunkt gewidmet. Lombardi fasst „heiße Eisen“ in Peru an und sorgen in seinem Heimatland immer wieder für Aufsehen. Seine Filme setzen sich kritisch mit den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen seines Landes auseinander.
Wie bekannt er in Peru ist, zeigt die Tatsache, dass sein Film „No se lo digas a nadie“ – den CineLatino letztes Jahr zeigte – in Peru fast ebenso viele Zuschauer ins Kino lockte wie der Kassenschlager „Titanic“.

 

 

Filmübersicht:

Bajo la piel (“Unter die Haut”)
Spielfilm von Francisco Lombardi, Peru 1996, Farbe, 110 Min., OmeU.
Ein friedliebender, schüchterner Polizist verhört einen Mörder. Dabei fragt er sich: Wie wird ein „normaler“ Mensch plötzlich zum berechnenden Kriminellen? Und wie kann ein ursprünglich erhabenes Gefühl plötzlich das Monster wecken, das in uns allen schläft? Er beginnt sich mit dem Mörder zu identifizieren. Und in dem Polizisten, im Dienstalltag unfähig, seine Waffe zu gebrauchen, geht eine Verwandlung vor sich....
Mo., 30.4., 22.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Fr., 4.5., 22.30 h, Filmmuseum Frankfurt
Sa., 5.5., 18.00 h, Filmmuseum Frankfurt
Sa., 12.5., 18.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
Mi., 16.5., 20.00 h, Karlstorkino Heidelberg

Caidos del cielo ("Vom Himmel gefallen")
Spielfilm von Francisco Lombardi, Peru/Spanien 1990, Farbe, 120 Min., 35mm, Originalfassung
Ein um seinen Sohn trauerndes Ehepaar, eine junge Frau, die sich wegen einer Narbe schämt und eine alte Frau, die zwar ihr Schwein mästet, ihre Enkel aber leer ausgehen lässt. Drei Geschichten, die Lombardi zu einer düsteren Reflexion über Leben, Tod und den Verlust von Träumen verbindet.
Fr., 4.5., 22.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Mi., 9.5., 18.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
Fr., 11.5., 20.30 h, Filmmuseum Frankfurt

Muerte al amanecer („Tod im Morgengrauen“)
Spielfilm von Francisco Lombardi, 1977, Farbe, 16 mm!, 105 Min., deutsche Fassung
 Präzise Dokumentation einer Hinrichtung. Dabei geht es vor allem um die Richter und Vollstrecker der Todesstrafe, an denen dieser grausame Vollzug keinesweg spurlos vorübergeht. Ein differenziertes und eindringliches Plädoyer gegen die Todesstrafe.
Do., 3.5., 20.00 Uhr Club Voltaire Tübingen
Mo., 7.5., 20.00 Uhr Kommunales Kino Stuttgart
Sa., 12.5., 18.00 Uhr Filmmuseum Frankfurt

 

Tinta roja (“Rote Tinte”)
Spielfilm von Francisco Lombardi, Peru 2000, Farbe, 35mm, 121 Min., OmeU
Ein junger Autor findet einen Job als Journalist in der Sensationspresse. Sein Chef, ein desillusionierter, zynischer Mann, erkennt  in  ihm eigene, längst verschüttete Charakterzüge.
Di., 8.5., 20.30 h, Studio Museum Tübingen

CineLatino zeigt in Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Universität Tübingen die Literaturverfilmungen des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa:

La Ciudad y los perros („Die Stadt und die Hunde“)
Spielfilm von Francisco Lombardi, Peru 1985, 144 Min., Farbe,  Video (Beta oder VHS, von ZDF).
Ein Film über “die Verrohung des Militärs, die Armee als gewalttätiger Apparat, als Hort des Machismo und des reaktionären Korpsgeistes“ (B. Bremme).
Mittwoch, 02. Mai 2001, 19:00 Uhr s.t., Raum 036

Pantaleón y las visitadoras (“Der Hauptmann und sein Frauenbataillon”)
Spielfilm von Francisco Lombardi, Peru 1999, Farbe, 137 Min., Video (vorauss. VHS)
Pantaleón Pantoja gilt als pflichtbewusster Hauptmann der peruanischen Armee. Deshalb wird er mit dem Sonderauftrag betraut, einen „Trupp“ Prostituierter durch den Dschungel von Militärlager zu Militärlager zu führen. Sie sollen die Sexualnot der Soldaten lindern. Doch dann erregt eine der Damen die Aufmerksamkeit Pantojas. Ein innerer Kampf zwischen Pflicht und Neigung, zwischen Auftrag und eigener Erfüllung beginnt. Eine Militärsatire der besonderen Art.
Mittwoch, 09. Mai 2001, 19:00 Uhr s.t., Raum 036

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