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PREISVERLEIHUNG

Jordi Morató gewinnt den Tübinger Publikumspreis Vivat Lingua! für seinen Film Sobre la marxa


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22. CineLatino – 12. CineEspañol


Rückblick:

Spanischer Dokumentarfilm gewinnt Publikumspreis des 22. CineLatino | 12. CineEspañol

CINELATINO-Stimmung machte sich die vergangene Woche in den Festivalkinos in vier Städten Baden-Württembergs breit: Aus 27 verschiedenen Schulen kamen SchülerInnen zu den Tübinger und Stuttgarter Schulvorstellungen, die so gut besucht waren wie noch nie; der Themennachmittag in Stuttgart lud mit kolumbianischen Fingerfood dazu ein, sich über die Coca-Pflanze zu informieren; und in Freiburg füllte sich das charmante Kino im alten Wiehre Bahnhof wie eh und je mit Fans des lateinamerikanischen Kinos.

Publikumspreis
Der Dokumentarfilm „Sobre la marxa“ von Jordi Morató gewann in Tübingen den 11. Publikumspreis von Vivat Lingua! in Höhe von 1000 Euro. Die außergewöhnliche Geschichte von Garrell, der sich über Jahre hinweg seine eigene Stadt im Dschungel aufbaute und dort als Tarzan Filme drehte, faszinierte und überzeugte die Zuschauer. Regisseur Jordi Morató, der insgesamt vier Jahre an dem Dokumentarfilm arbeitete, war am Abend der Preisverleihung in Tübingen anwesend und nahm den 11. Premio del Público Vivat Lingua! persönlich entgegen.

Open Festival Space
Der Open Festival Space erfuhr großen Zuspruch, von dem auch Initiatorin Berenice Höntzsch begeistert war: „Das erste Open Festival Space war ein voller Erfolg! Die Idee, das CINELATINO mehr in die Stadt zu integrieren und es einem weiteren Publikum zu erschließen, hat funktioniert: Das Filmerlebnis im offenen Raum ist bei dem Publikum auf großen Zuspruch gestoßen.“ Cineasten, auffällig viele Studierende und Passanten versammelten sich in der oberen Haagstraße, die bis auf den letzten Platz besetzt war, um spanische Kurzfilme zu sehen. Am Freitag tat der wetterbedingten Umzug ins Café Willi der Festivalstimmung keinen Abbruch: das kleine Café platzte bei mexikanischen Kurzfilmen aus allen Nähten. Einen entspannten Abschluss erlebten Musikinteressierte dort am Sonntagabend.

Publikumslieblinge
Neben dem Eröffnungsfilm „Conducta“ aus Kuba, der das Publikum tief berührte, gehörten „Vivir es facil con los ojos cerrados“ aus Spanien und „Mercedes Sosa“ aus Argentinien zu den Publikumslieblingen, die für volle Kinosäle sorgten. Besonders beliebt bei den Zuschauern war auch der Film „Climas“ von Enrica Pérez. In Tübingen und Freiburg waren die Vorstellungen ausverkauft und die Leute saßen sogar auf dem Boden, um die Geschichten von den drei Frauen aus verschiedenen Regionen Perus zu sehen.




Vom 15. – 22. April 2015 ist es wieder Zeit für spanisches und lateinamerikanisches Kino in vier Städten Baden Württembergs!
Die bundesweit bedeutendste Plattform des spanischen und lateinamerikanischen Films bietet in ihrem Programm sowohl Platz für die Werke anerkannter Regisseure als auch für Arbeiten der jüngeren Generationen von Regisseuren in Spanien und Lateinamerika.

Den diesjährigen Länderschwerpunkt bilden die Países Andinos (Andenländer) Bolivien, Ecuador und Peru. In diesem Rahmen wird „Insurgentes“ von dem bolivianischen Altmeister Jorge Sanjinés zu sehen sein, ein Film über den Kampf der indigenen Bevölkerung in Bolivien. Sanjinés‘ jüngerer bolivianischer Kollege Diego Mondaca fängt in ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern in „La chirola“ Erinnerungen an eine Zeit im Gefängnis ein. Und in „Climas“ von Enrica Pérez werden die Geschichten von drei Frauen unterschiedlicher Generation und Herkunft erzählt, die in drei verschiedenen Klimazonen Perus leben.

In Spanien führt ein spontaner Roadtrip einen gutgläubigen Englisch-Lehrer auf der Suche nach John Lennon zu unerwarteten Begegnungen – zu sehen in „Vivir es fácil con los ojos cerrados“ von David Trueba. Um die Wirtschaftskrise rückgängig zu machen, beschließt eine Gruppe verzweifelt Entschlossener, den Chef der Zentralbank zu kidnappen. Isaki Lacuesta schaut in „Murieron por encima de sus posibilidades“ mit bitterbösem Humor auf die Krise in Spanien.
Die neusten Werke von Daniel Villamediana und Luis Miñarro beschäftigen sich hingegen mit der Vergangenheit: der eigenen, familiären Vergangenheit in „Cábala caníbal“ oder der historischen in „Stelle Cadente“.

 

Im Wettbewerb um den mit 1.000 Euro dotierten Tübinger Publikumspreis – gestiftet von den Sprachtrainingsprogrammen Vivat Lingua! – stehen folgende Filmneuheiten:

  • El incendio (Argentinien 2015) von Juan Schnitman
  • A história da eternidade (Brasilien 2014) von Camilo Cavalcante
  • Silencio en la tierra de los sueños (Ecuador 2013) von Tito Molina
  • Gente de bien (Kolumbien 2014) von Franco Lolli
  • Climas (Peru 2013) von Enrica Pérez
  • El lugar del hijo (Urugay 2013) von Manolo Nieto
  • Sobre la marxa (Spanien 2014) von Jordi Morató
  • 10.000 km (Spanien 2014) von Carlos Marques-Marcet

Wir freuen uns darauf, Sie beim 22. CineLatino – 12. CineEspañol in Tübingen, Stuttgart, Freiburg und Rottenburg zu begrüßen!

 

Die Festivalwoche im Überblick:

Tübingen: 15. - 22. April 2015 im Kino Museum
Stuttgart: 16. - 22. April 2015 im Kino Delphi
Freiburg: 15. - 22. April 2015 im Kommunalen Kino
Rottenburg: 16. – 19. April 2015 im Kino Waldhorn