Schwerpunkt: Junges argentinisches Kino
Dieses gehört derzeit zu den interessantesten und lebendigsten in
Lateinamerika. Argentinien erlebt gerade einen regelrechten Boom an Filmproduktionen
junger, unabhängiger Filmemache/rinnen. Es hat sich eine quicklebendige
und innovative Filmszene entwickelt, die sich mit den verschiedensten
Themen beschäftigt, immer aber direkt am „Puls der Zeit“ ist.
So wird in den Filmen, die bei CineLatino zu sehen sind, das Leben in
Buenos Aires in all seinen Facetten thematisiert: Die meist recht jungen
Protagonisten der Filme leben häufig am Rande der Gesellschaft, sind
arbeitslos oder suchen nach einem Job. Viele sind auf der Suche nach einem
Leben außerhalb der vorgegeben üblichen Bahnen. Und die meisten
von ihnen jagen ihren Träumen, Hoffnungen und Wünschen nach...
Tangomusik und die Art „magischen Realismus“, die viele argentinische
Produktionen vormals geprägt haben, wird man hier vergeblich suchen:
Argentinische Rockmusik begleitet manche Filme, und die Bildsprache ist
innovativ und frech. Bilder aus Argentinien jenseits aller Klischees eben...
Filmübersicht:
Mundo
grúa („Hoch hinaus“/ „Kranenwelt“)
Spielfilm von Pablo Trapero, Argentinien 1999, s/w, 90 Min., Omdt.und
frz. UT
Von der „Poesie der Baukräne“ zeugt Pablo Traperos mehrfach
international ausgezeichneter Schwarzweißfilm „Mundo grúa“
(„Kranenwelt“), ein Film, in dem sich zwei sympathische Außenseiter
im Arbeiter- und Arbeitslosenmilieu durchschlagen.
Einer der am meisten preisgekrönten Filme Argentinien in den letzten
Jahren.
Fr., 27.4., 20.00 h, Studio Museum Tübingen (Eröffnungsfilm)
Mo., 30.4., 18.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Do., 3.5., 20.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
Di., 8.5., 20.30 h, Filmmuseum Frankfurt
Do., 10.5., 18.00 h, Filmmuseum Frankfurt
Sa., 12.5., 20.00 h, Karlstorkino Heidelberg
El Armario (“The closet”) - deutsche Erstaufführung
-
Spielfilm von Gustavo Corrado, Argentinien 1999, s/w, 35mm, 77 Min., Original
(ohne UT/ evtl. engl. UT)
In Gustavo Corrados „El armario“ („Der Schrank“) lebt ein Mann – und nicht
nur er – in einem Schrank... Der Film gewann den Publikumspreis auf dem
Filmfestival von Triest 2000.
So., 6.5., 18.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
Mi., 9.5., 18.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Fr., 11.5., 22.30 h, Filmmuseum Frankfurt
Esperando
al mesías (“Warten auf den Messias”)
Spielfilm von Daniel Burman, Argentinien/Italien/Spanien 2000, Farbe,
35mm, 98 Min., OmeU
Der Film ist im traditionellen jüdischen Milieu in Buenos Aires angesiedelt.
Ariel soll das Restaurant seiner Eltern übernehmen und ein hübsches
jüdisches Mädchen wartet auch schon auf ihn. Doch er sehnt sich
danach, aus dem für ihn bestimmten Leben auszubrechen und außerhalb
der Tradition Fuß zu fassen. Eine Liebesgeschichte im Spannungsfeld
zwischen traditioneller und progressiver Gesellschaft.
Publikumspreis in Biarritz sowie Preise in Havanna und auf dem Independent-Festival
Buenos
Aires.
Do., 3.5., 18.00 h, Filmmuseum Frankfurt
Fr., 4.5., 20.30 h, Filmmuseum Frankfurt
Sa., 5.5., 20.00 h, Karlstorkino Heidelberg
Fr., 11.5., 20.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Sa., 12.5., 22.30 h, Kino Arsenal Tübingen
So., 13.5., 20.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
No
quiero volver a casa („Ich will nicht zurück nach Hause“)
Spielfilm von Albertina Carri, Argentinien 2000, s/w, 35mm, 74 Min., OmeU
In Albertina Carris „No quiero volver a casa“ werden die Schicksale zweier
Familien aus verschiedenen Gesellschaftsschichten durch einen Auftragskiller
und eine Prostituierte verbunden. Ihren ersten Spielfilm finanzierte die
Independent-Regisseurin zum größten Teil selbst.
Albertina Carri wird ihren ersten Spielfilm selbst während des Festivals
vorstellen und mit dem Publikum darüber sprechen.
Sa., 28.4., 20.30 h, Kino Arsenal Tübingen
So., 29.4., 20.30 h, Filmmuseum Frankfurt
Solo
por hoy (“Nur für heute”)
Spielfilm von Ariel Rotter, Argentinien 2000, Farbe, 35mm, 100 min., OmeU
Ein Film über fünf junge Leute in Buenos Aires, die Wünsche
haben, Absichten, Vorsätze. Die aber, ohne es zu wollen, ihre Zeit
an andere Dinge verschwenden. Entweder weil sie Geld verdienen müssen
oder weil sie immer wieder eine Ausrede dafür finden, die Erfüllung
ihrer Wünsche aufzuschieben.
Mi., 2.5., 22.30 h, Kino Arsenal Tübingen
Fr., 4.5., 22.30 h, Kommunales Kino Stuttgart
Sa., 5.5., 20.00 h, Kommunales Kino Stuttgart
Mi., 9.5., 20.00 h, Karlstorkino Heidelberg
Fr., 11.5., 20.00 h, Karlstorkino Heidelberg
Sa., 12.5., 20.30 h, Filmmuseum Frankfurt
So., 13.5., 18.00 h, Filmmuseum Frankfurt
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