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Verleihförderpreis: „WELCOME“ von Philippe Lioret Die Jury, bestehend aus Claudine Sulyok, Magret Köhler und Michael Spiegel vergibt den mit 20.000 Euro dotierten Preis zur Unterstützung des Arsenal Filmverleihs beim deutschen Kinostart von „Welcome“ am 4. Februar. Begründung: „Welcome verknüpft das politisch brisante Thema Migranten mit existenziellen Werten wie Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten. Das zutiefst bewegende, vielschichtige Drama besticht durch genaue Figurenzeichnung, viel Sinn für Realismus und großer Emotionalität. In einer universellen Geschichte ohne Schwarz-Weiß-Malerei. beschreibt Philippe Lioret Individuen in Ausnahmesituationen, die gegen vermeintliche Schicksalshaftigkeit kämpfen. Ein herausragendes Plädoyer für Menschlichkeit.“ |
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Filmtage-Tübingen Preis: „INLAND“ von
Tariq Teguia Eine eindeutige Entscheidung für die Juroren Jahman Oladejo Anikulapo, Jens Börner und Nicolas Feodoroff. Begründung: „Mit einer bemerkenswerten formalen Stringenz und einer großen Präzision der Kadragen und der Montage stellt sich der Film gesellschaftlichen und politischen Fragen, ohne dabei jemals illustrativ zu sein. Er lässt uns eintauchen in immer wieder aufs Neue überraschende Eindrücke aus einer für uns fremden Welt, in die politische Realität eines weiten Landes, des heutigen Algerien mit all seinen Spannungen, Widersprüchen und Utopien.“ Eine lobende Erwähnung der internationalen Jury findet das
Spielfilmdebut „DEMAIN“ (Québec
2008) von Maxime Giroux. Kritiker-Preis: „INLAND“ von Tariq Teguia Auch die Mitglieder der Kritikerjury Frank Arnold, Gregor Ries und Harald Witz haben sich für „Inland“ entschieden. Begründung: „Im Zentrum des zweiten Spielfilms von Regisseur
Tariq Tegua steht ein junger Landvermesser. Dessen Bestandsaufnahme einer
Region weitet der Film zu einer Vermessung der algerischen Gesellschaft.
Als sein Protagonist auf eine junge Schwarzafrikanerin trifft, die als
Flüchtling unterwegs ist, gibt er seine beobachtende Haltung auf
und vollzieht mit einer selbstlosen Tat den Schritt zum verantwortungsvollen
Handeln. Zwischen folgenlosen philosophisch-politischen Debatten und
dem bewussten Handeln, zwischen urbaner Modernität und archaischer
Landschaft, zwischen Obrigkeitstreue und Eigeninitiative vollzieht sich
diese Entwicklung. Die elliptische Erzählstruktur ebenso wie die
nüchterne Betrachtungsweise fordert den Zuschauer heraus, die dramaturgischen
Brüche und Auslassungen mit seinen eigenen Erfahrungswelten in Beziehung
zu setzen. Dem Regisseur gelingt es damit, aus der Fremdheit des Maghreb
eine universelle Moralität herauszuschälen.“ |
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Begründung: „Mit großer Eindringlichkeit gefilmt,
vereint „Gerboise
bleue“ das Einzigartige mit dem Universellen. Ausgehend von einem
Thema, das zunächst auf Frankreich beschränkt scheint (die
Atombombentests in Algerien in den 1960er Jahren), hinterfragt der Film
durch eine politische und zugleich ethische Geste unsere „moderne“ Gesellschaft. Stuttgarter
Publikumspreis: „GERBOISE BLEUE“ von Djamel Ouahab |
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Tübinger Kurzfilmpreis: „C’EST GRATUIT POUR
LES FILLES“ von Marie Amachoukeli und Claire
Burger Begründung: „Ein Film zwischen großen Plänen und tiefer Verletzung, dabei jedoch voller jugendlicher Energie. Mit stimmigen Dialogen und einem durchweg bemerkenswerten Ensemble junger Darsteller gelang den Regisseurinnen ein temporeich inszeniertes, schnörkellos erzähltes und spannendes Sozialdrama, das sich nie über seine jungen Protagonisten erhebt und auch nie mitleidig oder sentimental wird.“ |
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Preis der Schülerjury: „WELCOME“ von Philippe
Lioret Begründung: „Durch die Geschichte eines Flüchtlings
wird ein heikles politisch aktuelles Thema präsentiert. Der Film
zeigt, wie sowohl durch Liebe, als auch durch einen starken Willen geographische,
kulturelle und soziale Grenzen überwunden werden können. |
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Sieger im Cinéslam: "La rencontre" von Zoé Cauvet |