Zitat:
“[...] Und dann wurde es ernst. Ein ernster Film sollte auf der Leinwand
erscheinen. Das tat er auch, doch zunächst ohne Ton. Das Licht ging
an, Musik erscholl. Schließlich begegneten sich Bild und Ton – durch
die nagelneue Museum 1-Technik zusammengeführt. Der Kurzfilm von Guillaume
Casset „La vache qui voulait sauter par dessus l'eglise“ ist
eine nur sieben Minuten lange Satire auf die vollautomatische Farm. An
den Hebeln der unheimlichen Monstermaschinerie sitzt ein Knetmännchen
und gebietet über die Eier- und Milchproduktion von Knettieren. Der
Film ist eine schöne Mischung aus Augsburger Puppenkiste und Nick
Parks „Wallace und Gromit“. Beide Streifen des ersten Abends
standen außerdem im Zeichen der Familie Broca. Während Vater
Philippe für die abendfüllende Abteilung („Le Bossu“)
zuständig war, hatte Sohn Alexandre seine Handschrift als Chefgestalter
im Animationsfilm hinterlassen.Vater Philippe – ebenso wie der Regiesseur
des „Kuh“-Films anwesend – schien sehr angetan von der
Arbeit seiner eigenen Brut. „Ich habe 30 Filme, aber leider nur zwei
Kinder gemacht“, bedauerte er auf der Bühne.
Schwäbisches Tagblatt, Ulla Steuernagel
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