1990

Stefanie Schneider erinnert sich:

“Bei den 7. Filmtage hat uns die schönste Geschichte Suzanne Baron erzählt. Sie gehörte zu den besten Cutterinnen des französischen Kinos und hat praktisch alle Filme von Louis Malle geschnitten.
Ein Schauspieler, dessen Namen wir aus Pietät für uns behalten, wurde für seine Leistung ausgezeichnet und besonders wurde eine Szene gerühmt, in der er die Zerrissenheit eines Menschen minutenlang eindrucksvoll zum Besten gibt. Allein, er hat diese Szene nie am Stück gespielt. Die Leistung wurde am Schneidetisch aus vielen, vielen Versuchen zusammengesetzt. Die Jury hat es nicht gemerkt und die Cutterin war zufrieden, denn sie war überzeugt, nur unsichtbare Schnitte sind gute Schnitte.”


Luc Besson (2. v. l.)

Zitate:


Luc Besson: „Ich hoffe, daß sie alle zwischen 16 und 17 Jahre alt sind.“
Frankfurter Allg. 25.6.90

„Tübingen est un festival à l'image de la ville, universitaire, charmante, francophile, cinéphile, jeune.“
Présence du Cinéma Français

„Als Festival präsenter denn je.“
Tagblatt

„Um ihr Publikum muß man sie beneiden [...] Wo anders locken Filme in okzitanischer Sprache (zum Teil noch ohne französische Untertitel an sonnigen Spätnachmittagen ansehnliche Menschengruppen in dunkle Kinosäle? In Tübingen ist das drin!“
StuZ

„Erfolgreich wie noch nie.“
Böblinger Bote

„Zum verflixten siebten Mal werden dieses Jahr die Französischen Filmtage in Tübingen eingeläutet“
U. Steuernagel, Tagblatt 29.5.90

„ Es war präsenter als je zuvor“
Stefan Paul

„Die französischen Filmtage [...] haben zweifellos ihr eigenes Profil gefunden. Statt dem Medienrummel der etablierten Großfestivals hinterherzuhecheln, haben die (eherenamtlichen) Organisatoren etwas Eigenes auf die Beine gestellt, eine Kinowoche mit Gelegenheit zum Vergleich, zur Reflexion, zum vertiefenden Austausch.“
SW-Presse, 25.6.90

„Noch nie waren Kino und anschließendes Eröffnungsfest so übervoll wie diesmal“
GEA 15.6.90

„Die französischen Filmtage sind einfach nicht zu vergleichen. Wir zeigen mehr Filme, haben ein besseres Programm – aber weniger Geld als andere Festivals in der BRD.“
Sabine Bubeck im Böbl Bote 13.6.90


In den Museumssälen