2003


Dominique Horwitz

Zitate:

“Kritiker haben zumeist die ihnen lieb gewordene Angewohnheit, die Gegenwart prinzipiell an einer viel besseren Vergangenheit scheitern zu lassen. [...] Ja damals, sagen die Kritiker, das waren noch Zeiten, als Fanny Ardant und Jean-Piere Léant zum Festival kamen und Michel Piccoli uns jedes Jahr eine Absage bescherte. Wir Tübinger Festivalkritiker jedoch neigen nicht zu solchen Verklärungen der Vergangenheit. Wir sind völlig unsentimental und verfolgen die Filmtage mit einem passgenauen Maß aus Sympathie und Distanz. Denn wir bewundern und lieben sie schon mindestens so lange, wie sie auf der Welt sind. Mensch, seid ihr groß geworden, rufen wir ihnen seit Jahren zu.
[...] Jahr für Jahr kommt mit den Filmtagen auch die Kontroverse in die Stadt – über großartige Filme, über Filme, die interessant gescheitert sind oder solche, bei denen die Meinungen zwischen schwer banal und extra innovativ auseinander gehen. Dass die Filmtage es geschafft haben, so viele Kinogespräche auf so engem Raum anzuzetteln, dazu kann man ihnen und auch der ganzen Stadt gar nicht genug gratulieren.”
Schwäbisches Tagblatt, Freitag 17. Oktober 2003, Ulla Steuernagel

“Im Schwabenland veranstaltet die kleine Stadt Tübingen mit ihrem mittelalterlichen Aussehen, ihrem Schloss und ihren zahlreichen gepflasterten kleinen Straßen, durch die sich ein ewiger Strom von Studenten schlängelt, zum zwanzigsten Mal in Folge und in guter, fast kindlicher Stimmung ihre Filmtage zu Ehren des französischen Kinos. Hier brauchen Sie als französischer Tourist nicht auf ihre in zehn Jahren eifrigen Lernens erworbenen Deutschkenntnisse zurückzugreifen, denn schon beim Stammeln eines kleinen „Dankeschön“ wird man Ihnen mir nichts, dir nichts – mit einem Lächeln auf den Lippen und begeistert über Ihre Bemühungen – in der Sprache Molières antworten! [...] In Tübingen macht man wirklich keinen Hehl aus der Liebe zu Frankreich.”
Arte, 18. November 2003, Olivier Bombarda


Gilles Marchand

Guido Buchwald beim Filmtagekick

Festivalleiter Dieter Betz und Stefanie Schneider
Den ausführlichen Rückblick dieses Jahres finden Sie hier >>