2003 |
Dominique Horwitz |
Zitate: “Kritiker haben zumeist die ihnen lieb gewordene Angewohnheit,
die Gegenwart prinzipiell an einer viel besseren Vergangenheit scheitern
zu lassen. [...] Ja
damals, sagen die Kritiker, das waren noch Zeiten, als Fanny Ardant und Jean-Piere
Léant zum Festival kamen und Michel Piccoli uns jedes Jahr eine Absage
bescherte. Wir Tübinger Festivalkritiker jedoch neigen nicht zu solchen
Verklärungen der Vergangenheit. Wir sind völlig unsentimental und
verfolgen die Filmtage mit einem passgenauen Maß aus Sympathie und Distanz.
Denn wir bewundern und lieben sie schon mindestens so lange, wie sie auf der
Welt
sind. Mensch, seid ihr groß geworden, rufen wir ihnen seit Jahren zu. “Im Schwabenland veranstaltet die kleine Stadt Tübingen mit ihrem
mittelalterlichen Aussehen, ihrem Schloss und ihren zahlreichen gepflasterten
kleinen Straßen, durch die sich ein ewiger Strom von Studenten schlängelt,
zum zwanzigsten Mal in Folge und in guter, fast kindlicher Stimmung ihre Filmtage
zu Ehren des französischen Kinos. Hier brauchen Sie als französischer
Tourist nicht auf ihre in zehn Jahren eifrigen Lernens erworbenen Deutschkenntnisse
zurückzugreifen, denn schon beim Stammeln eines kleinen „Dankeschön“ wird
man Ihnen mir nichts, dir nichts – mit einem Lächeln auf den Lippen
und begeistert über Ihre Bemühungen – in der Sprache Molières
antworten! [...] In Tübingen macht man wirklich keinen Hehl aus der Liebe
zu Frankreich.” |
Gilles Marchand |
Guido Buchwald beim Filmtagekick |
Festivalleiter Dieter Betz und Stefanie Schneider |
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