Rückblick der Festivalleitung

„Das Jahr 2005 war für die Französischen Filmtage ein ungewöhnliches Jahr. In der ersten Jahreshälfte gab es keine Festivalleitung und der geschäftsführende Vorstand versuchte die schwierige Lage mit langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern zu meistern. Als ich Mitte des Jahres die Festivalleitung übernahm, ging es vor allem darum, kurzfristig ein Team aufzubauen, das die Filmtage organisiert. Eine Neuorientierung im künstlerischen Profil des Festivals hatte sich damals für mich schon abgezeichnet und wir sind diesem Grundkonzept bis heute treu geblieben: es geht darum, das junge in Deutschland noch unentdeckte französischsprachige Kino sichtbarer zu machen. Entsprechend haben wir den Wettbewerb ausgebaut, und Regisseure sowie Produzenten können mittlerweile fünf verschiedene Filmpreise in dieser Sektion gewinnen. Das gleiche gilt für die Hommagen und Werkschauen, die wir weitgehend an in Deutschland noch unbekannte Filmemacher richten.

Das Tübinger Publikum ist einfach wunderbar! Es sieht gerne Grand-Public-Filme aber auch künstlerisch anspruchsvolle Filmessays. Ein Stummfilmklassiker mit Musikbegleitung ist ihm genauso wertvoll wie eine Podiumsdiskussion über den heutigen Rang der Filmkritik. Heute in meinem vierten Festivaljahr gratuliere ich nicht nur dem Trägerverein zum 25-jährigen Jubiläum sondern auch dem Tübinger Publikum, denn es hat mit seinem beständigen Interesse entscheidend dazu beigetragen, dass aus einem kleinem Filmfestival über 25 Jahre hinweg ein großes wurde.“

Andrea Wenzek, Festivalleiterin (November 2008)


Andrea Wenzek, Festivalleiterin 2008