Film ab - Herzlich willkommen bei den 23. Französischen Filmtagen!

Mit rund 80 Filmen aller Genres aus Frankreich, Belgien, Kanada, Afrika und der Schweiz bietet das Festival die Chance, die ganze Bandbreite des aktuellen französischsprachigen Kinogeschehens zu entdecken.

Eröffnung Tübingen

Mi, 1.11., 19.30 h, Kino Museum 1
La raison du plus faible - Das Recht des Schwächsten
Regie: Lucas Belvaux , F 2006, 116 min, OmdU
Zu Gast: Patrick Descamps (Hauptdarsteller)
Premierenfest im Anschluss in den oberen Museumssälen

Eröffnung Stuttgart

Do, 2.11., 20.00 h, Kommunales Kino 1
Coeurs
Regie: Alain Resnais, F/I 2006, 120 min, OmdU
anschließend Eröffnungsfeier im Filmhaus Stuttgart

Neun innovative Nachwuchsfilme mit Mut zur eigenen Handschrift starten im Wettbewerb. Eine neue Generation von Filmemachern stellt sich auch in der Sektion Neue Filme vor. Mit 18 Filmen wird gekonnt und eigenwillig aus dem Kino wieder ein Ort der Auseinandersetzung auch unverdauter Themen wie beispielsweise die koloniale Geschichte Frankreichs.

Atelier: Unser diesjährige Ehrengast ist der französische Kameramann Raoul Coutard, der Grand-Maître der Nouvelle Vague. Der 1924 geborene arbeitete mit Jean-Luc Godard, François Truffaut und Jacques Demy und beeinflusste mit seiner Bildgestaltung maßgeblich das Kino der 1960er Jahre.

Dem jungen Schauspieler und Regisseur Emmanuel Mouret ist die diesjährige Werkschau gewidmet. Mourets locker-leichte Filme sind von seinen ersten Kurzfilmen bis zum neuen Werk Changement d'Adresse eine Liebeserklärung an die Frauen.

Im Focus des diesjährigen Festivals steht ein politisch und soziologisch brisantes Thema: Das Leben in den französischen Vorstädten, der Banlieue. Mit Spiel- und Dokumentarfilmen sowie einer Podiumsdiskussion werfen wir einen Blick auf den Alltag in den Vorstädten, deren historische Entwicklung und untersuchen die Konsequenzen für die heutige französische Gesellschaft.

Das Kino aus dem Maghreb steht dieses Jahr im Mittelpunkt der Sektion Afrika. Filme aus Tunesien, Algerien und Marokko setzen sich mit unbewältigter Vergangenheit auseinander und beziehen mit Ironie und Witz Stellung im schwierigen Konflikt zwischen radikalem Islam und der Orientierung an die Moderne.

Aus dem Kreis des belgischen Regisseurs Henri Storck (1907 - 1999) sehen wir Stummfilmklassiker und Künstlerportraits. Unser Partnerfestival FIDMarseille präsentiert aktuelle französische Dokumentarfilme. Weitere Reihen runden das Programm ab: Musik und Kino, deutsch-französische Filmbegegnungen in Zusammenarbeit mit den "Cahiers du Cinéma", Previews und eine Hommage an Marguerite Duras als Film- und Drehbuchautorin.