Filme aus Afrika

Zu Tausenden fielen junge Menschen aus dem Norden und Westen Afrikas in Richtung Europa - wie viele von ihnen bei der Überfahrt umkommen weis niemand.
Afrikanische Filmemacher gehen dieser Tragödie nach. Idrissou Mora-Kpai hat beispielsweise in seinem Film über die im Norden Nigers gelegene Stadt "Arlit" die Schiksale der Flüchtlinge auf eindrucksvolle Weise mit der Geschichte der Wüstenstadt verbunden.
Der zweite Schwerpunkt der Afrika-Selektion wendet sich den Ländern des Maghrebs zu. Das Kino Tunesiens, Algeriens und Marokkos setzt sich einerseits mit der unbewältigten Vergangenheit auseinander und bezieht andererseits mit Ironie und Witz Stellung in der schwierigen Auseinandersetzung zwischen radikalem Islam und der Orientierung an der Moderne Europas.

bamako

regie: Abderrahmane Sissako
F/Mali 2006 | 115 min | OmdU

In einem einfachen Hof in Bamako wird in einem fiktiven Prozess verhandelt, wie die nördliche Welt mit der südlichen umgeht. Repräsentanten des afrikanischen Volkes sitzen über den Internationalen Währungsfonds IWF und dessen Auflagen für die Regierungen Afrikas zu Gericht. Währenddessen geht das Leben im Hof weiter. Der Fortgang der Verhandlungen wird aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln kommentiert.

museum 2
fr 03 | 20.00

museum 2
sa 04 | 17.30

kommunales kino 2 stuttgart
so 05 | 22.00

un matin bonne heure (yaguine & fodé)
afrika, frühmorgens (yaguine & fodé)

regie: Gahité Fofana
Guinea/F 2005 | 75 min | OmeU

Conakry, im westafrikanischen Guinea: Yaguiné und Fodé können nicht in die Ferien fahren. Die beiden Jugendlichen treiben sich jeden Tag in der Nähe des Flugplatzes herum oder versuchen einen Job zu bekommen. Schließlich kommen sie auf die Idee, mit einem der Flugzeuge nach Europa zu fliehen. Sie schreiben einen Brief, der in der ganzen Welt Aufsehen erregen wird.

atelier
di 07 | 20.00

atelier
mi 08 | 22.00

arlit, deuxième paris
arlit, ein zweites paris

regie: Idrissou Mora-Kpai
Benin/F 2005 | 78 min | OmdU

Dieser Dokumentarfilm ist ein Porträt der Wüstenstadt Arlit, im Norden des Niger. Als kulturelle Nahtstelle zwischen Sahara und Schwarzafrika sollte die Stadt ein zweites Paris werden. Nach Uranfunden in den 70er Jahren erlebt Arlit eine kurze Blütezeit. Aber die Geschäfte gehen schlecht, viele der Arbeiter sind von der Radioaktivität des Uranerzes krank geworden. Auch wenn bittere Armut den Alltag bestimmt, ist Arlit trotzdem ein faszinierender multikultureller Schmelztiegel geblieben. Nur die Träume der Menschen sind andere geworden.

atelier
do 02 | 20.00

museum 2
fr 03 | 18.00

si-gueriki, la reine-mère
si-gueriki, die königinmutter

regie: Idrissou Mora-Kpai
Benin/F/D 2001 | 62 min | OmeU

Nach dem Tod seines Vaters kehrt der Regisseur zurück in sein Dorf, das er vor zehn Jahren verlassen hat. Erstaunt stellt er fest, dass dort, im Norden Benins, noch immer die strikten Traditionen der Wassangari herrschen, die den Frauen kaum Rechte gewähren. Seine Mutter wurde nach dem Tod des Vaters hingegen zur Si-Gueriki, „zur Königinmutter“ ernannt und damit zum weiblichen Pendant des Königs.

atelier
fr 03 | 22.00

bab el web

regie: Merzak Allouache
ALG/F 2004 | 115 min | OmeU

In dieser Komödie wirft der Regisseur einen kritischen Blick auf die algerische Gesellschaft. Kamel und sein Bruder Bouzid leben in Bab El Oued, einem populären Quartier von Algier. Bouzid „chattet“ am liebsten mit jungen Frauen und lädt sie alle nach Algier ein. Eines Tages akzeptiert Laurence, eine französische Chat-Partnerin, seine Einladung. Bouzid ist elektrisiert! Doch wo soll er sie unterbringen?

museum 2
sa 04 | 20.00

atelier
so 05 | 17.30

kommunales kino 2 stuttgart
mi 08 | 20.00

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