Kurzfilme


Animationsfilme

Liebevoll gezeichnet oder aufwändig digital animiert: Frankreich gilt als das Land mit den meisten Trickfilm-Produktionen in Europa, von renommierten Gestaltern umgesetzt. Inhaltlich werden ganz unterschiedliche Motive in Szene gesetzt: hintersinnige Familiengeschichten, brisante politische Themen, Impression anderer Kulturen, elektronische Musik bis hin zur Umsetzung klassischer Literatur. Das ausgewählte Programm zeigt die enorme Bandbreite des aktuellen frankophonen Trickfilms.

Do 27.10. 22.15
arsenal
Sa 29.10. 22.00
arsenal

tiga au bout du fil
tiga am anderen ende der leitung

regie: Rasmane Tiendrebeogo
BE/BF 2004 10 min

Tiga ist Wachmann in einem schicken Viertel Ouagadougous. Eines Tages vergisst sein Chef beim Verlassen des Hauses sein Mobiltelefon...



les yeux fermés
mit geschlossenen augen

regie: Jeanne Paturle
F 2003 8 min

Der Film folgt zwei Freunden auf ihrer Reise. Ein Jahr lang waren sie mit zwei blinden Afrikanern auf Tandems unterwegs. Die Bilder dieses Films entstanden zu den Geräuschen, die während der Reise aufgenommen wurden.

 

loop
regie: Vincent Baertsoen Charles Blanchard Emilie Boyard Julien Rancoeur
F 2004 8 min

Eine Schnecke führt uns durch verschiedene virtuelle Räume. Der Rhythmus der Musik reagiert auf die jeweilige Umgebung.

 

paul
regie: Cécile Rousset
F 2003 7 min

"Seit 15 Jahren ist Paul mein Nachbar. Er ist Komödiant und inzwischen 83 Jahre alt. Ich habe ihn aufgenommen, als er mir von seinem Leben erzählte und aus Tonaufnahmen und animierten Bildern ein Portrait dieses Mannes geschaffen."

 

l'homme sans ombre
der mann ohne schatten

regie: Georges Schwitzgebel
CH/CA 2004 9 min

Ein Mann tauscht seinen Schatten gegen weltlichen Reichtum. Enttäuscht von dem Ergebnis bleiben ihm schließlich nur noch Siebenmeilenstiefel. Sie helfen ihm auf der Suche nach dem richtigen Weg. Eine Umsetzung von Chamissos romantischer Novelle vom Teufelspakt des Peter Schlemihl.

 

la révolution des crabes
die revolution der krabben

regie: Arthur de Pins
F 2004 5 min

Die Krabben in der Mündung der Gironde haben ein ernstes Handicap: Sie sind dazu verdammt, ihr ganzes Leben in dieselbe Richtung zu laufen.

 

 

la dernière minute
auf den letzten drücker

regie: Nicolas Salis
F 2004 15 min

Die Abenteuer zweier Zwillingsbrüder, von denen der eine immer zu früh und der andere immer zu spät ist - in einer Welt, in der absolute Pünktlichkeit unerlässlich ist. Der Film spielt in einer Zeit, die von der Regel "Jegliches hat seine Zeit" beherrscht wird.

 

electronic performers
electronic performers
regie: Arnaud Ganzerli Laurent Bourdoiseau Jérôme Blanquet
F 2003 5 min

Kann ein Gefühl gegenständlich gespiegelt werden? Der Verlauf einer Emotion - dargstellt als heiße Schwingungen, die sich wellenartig im gesamten Körper ausbreiten. Das Video zum gleichnamigen Song von "Air".

 

empire
imperium

Regie: Edouard Salier
F 2005 4 min

Die Pax Americana sorgt für unseren Frieden, sichert unseren Komfort und garantiert unseren Wohlstand. Die idyllische Postkarte eines neuen Imperiums.

 

obras
regie: Hendrick Dusollier
F 2004 12 min

In einer einzigen Einstellung stellt der Film eine poetische Reise durch das urbane Barcelona dar. Eine plastische Interpretation von Destruktion und Rekonstruktion.

 

 

le régulateur
der menschometer

regie: Philippe Grammaticopoulos
F 2004 16 min

Ein Mann und seine Frau adoptieren ein zusammensetzbares Kind. Die Wahl der Einzelteile fällt ihnen allerdings nicht leicht, und das sehnsüchtig erwartete Kind ist nicht so perfekt wie erhofft.

 


Kurz und knackig - Der aktuelle belgische Kurzfilm

Seit etwa 10 Jahren begeistern belgische Kurzfilme immer wieder auf internationalen Festivals. Mit hintergründig-zynischer Weltsicht, sekundengenauem Zeitregime und unter Nutzung aller filmischer Genres zwischen Animation, surrealistischer Tradition, dokumentarischer Ehrlichkeit und geistreicher Fabulierkunst repräsentieren sie das, was attraktiver Kurzfilm sein sollte: Geistesblitz mit Nachhaltigkeit, kalkuliert-formales Experiment und vor allem gut erzähltes Kino. Die Französischen Filmtage präsentieren eine kleine Auswahl aus den Highlights der letzten Jahre.

Fr. 28.10. 22.15
arsenal
So. 30.10. 22.00
arsenal

gbanga-tita
gbanga-tita
regie: Thierry Knauff
B 1994 7 min OmeU

Lengé ist ein Baka Pygmäe und der Märchenerzähler seines Volkes im Regenwald im Südosten Kameruns. Er kennt die Geschichte der Welt und den Gesang von Tibola, dem Weißen Elefanten.

 

plus que deux
mehr als zwei
regie: Yves Cantraine
B 2002 26 min OmeU

Ein Haus in einer kleinen Industriestadt im 20. Jahrhundert. Der Vater stirbt. Erst waren sie zu viert, jetzt zu dritt, dann zu zweit, dann …
Aus dem Archiv von Oberhausen

 

vacances
ferien
regie: Nicolas Dufranne
B 2002 14 min OmeU

Ein scheinbar glückliches Paar mit Kind verreist. In einem Hotel, in dem sie übernachten, wurde ein Brief für die Frau hinterlegt. Ihr Partner wird eifersüchtig. Bei einem Autounfall stirbt er.
Aus dem Archiv von Oberhausen

 

le réveil-le-matin
der wecker
regie: Marc-Henri Wajnberg
B/F 1996 8 min OmeU


Robert ist ein Langschläfer, aber sein Beruf erfordert Pünktlichkeit. Die Gefahr, dass er doch wieder einnickt ist groß. Um genau das zu verhindern, hat er sich ein ganzes Arsenal an Weckmachinen zugelegt.

 

fait d'hiver
wintergeschichte
regie: Dirk Belien
B 2001 8 min UmdU

An einem kalten Winterabend bleibt ein junger Manager auf dem Weg von der Arbeit nach Hause im Stau stecken. Er nimmt sein neues Handy, um zuhause anzurufen und weiß nicht, dass er dadurch unwiderruflichen Schaden anrichtet.

 

poulet poulet
zweimal hühnchen
regie: Damien Chemin
B 2005 10 min OmeU

Die Auswahl aus der Speisekarte kann schwieriger sein, als man denkt, vor allem in einem China-Restaurant.

 

maintenant
jetzt
regie: Inès Rabadan B 2002 18 min OmeU

Eine Beziehungsfalle: Die Fabrik, die Mutter, der Chef, der Liebhaber und dazwischen eine 30-Jährige, die es eigentlich schaffen müsste.