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Verleihförderpreis
für den Verleih eines französischen Films:
bis zu 20 000 €
gestiftet von der
MFG - Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und
Unifrance
Jury: Claudia Knött, Wolfgang Dittrich-Windhüfel, Dr. Josef
Schnelle
"Le petit lieutenant" von Xavier Beauvois
Begründung:"Im Stile des "cinéma vérité"
beschreibt der Film den harten Polizeialltag in der Metropole Paris. Der
Regisseur lässt den Figuren Raum, sich zu entwickeln und von sich
selbst zu sprechen. Die hervorragenden darstellerischen Leistungen von
Nathalie Baye, Jalil Lespert und Roschdy Zem runden einen spannenden und
realistischen Film ab, der als Gesellschaftsportrait über das klassische
französische Genre des Polizeifilms weit hinaus geht."
Eine undotierte besondere Empfehlung spricht die Jury für
die belgische-französische Produktion Quand la mer monte von
Yolande Moreau und Gilles Porte aus.
Begründung: "Der Film erzählt eine außergewöhnliche
Liebesgeschichte und zeichnet sehr liebevoll das Portrait einer besonderen
Frau. Dem Regieduo gelingt es, die Geschichte einer Kleinkomödiantin
in der französischen Provinz in überzeugender und berührender
Weise auf die große Leinwand zu bringen. Wir sind sicher, dass der
Film ein großes Publikum erreichen kann."
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Publikumspreis
"Die Fliegende Kamera"
5000 €, gestiftet von
Vereinigte Lichtspiele Tübingen und
Bewegte Bilder Medien AG
"Ouaga Saga" von Dani Kouyaté
Der äußerst beschwingte Film über eine Gruppe Jugendlicher,
die in Ouagadougou ihre Träume verwirklichen will, ist der Gewinner
des Publikumspreises. Der 1961 geborene Regisseur Dani Kouyaté
drehte einen optimistischen Film über Hoffnung, Beharrlichkeit und
Humor, mit denen die Jugend den oft widrigen Umständen des afrikanischen
Alltags trotzt.
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Preis der Jugendjury
2500 €, gestiftet von
Vereinigte Lichtspiele Tübingen
"L'Iceberg" von Dominique Abel, Fiona Gordon und
Bruno Romy
Die originelle, zugleich lustige und berührende Geschichte, die ausdrucksstarke
Bildsprache und die hervorragende schauspielerische Leistung überzeugte
die neun Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, die aus sechs aktuellen
Filmen ihren Favoriten auswählten.
Begründung: "L'Iceberg setzt sich auf ungewöhnliche Art
und Weise mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Ohne viele Worte
gelingt es den drei Regisseuren, den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen
und gleichzeitig verschiedene Möglichkeiten zur Interpretation zuzulassen."
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Kritiker-Preis
des Verbandes der Deutschen Filmkritik
Jury: Kirsten Dyrda, Lutz Gräfe, Jörg Taszman
"L'enfant endormi" von Yasmine Kassari
Begründung: "In Zeiten, in denen Bilder verzweifelter Männer
vor den Zäunen der europäischen Enklaven in Nordafrika die Fernsehnachrichten
dominieren, richtet die Filmemacherin den Blick auf die, die zurückbleiben.
In kraftvollen Bildern, die ihre ganze Wirkung erst auf der großen
Leinwand entfalten, schildert Yasmine Kassari den monotonen Dorfalltag
der Frauen und Kinder im Nordosten Marokkos. Ihr Leben wird immer noch
von traditionellen Wertvorstellungen geprägt, die es ihren Männern
erlauben, sie auch aus der Ferne zu kontrollieren."
Eine lobende Erwähnung spricht die Jury für die belgisch-französische
Koproduktion Quand la mer monte von Yolande Moreau und Gilles
Porte aus.
Begründung: "Dem mit lakonischem Humor erzählten Film gelingt
eine überzeugende Verschmelzung von Schauspielerkino und Theater."
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