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Die Filmauswahl zum afrikanischen Kino setzt sich in diesem Jahr mit den problematischen Seiten der arfikanischen Gesellschaft auseinander. Von den beiden in Tübingen bereits bestens bekannten Regisseuren Ousmane Sembène und Raoul Peck werden ihre neuesten Spielfilme, Moolaade und Sometimes in April, sowie von Pierre Yameogo Delwende präsentiert. Darüberhinaus stellen wir in diesem Jahr das Filmland Madagaskar vor Madagaskar, die große Insel vor der Ostküste Afrikas, stellt mit ihrer aus Afrika und Indonesien stammenden Bevölkerung eine ganz eigene faszinierende Welt dar. Grund genug für die Filmtage, sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit Madagaskar zu beschäftigen. Mit Marie-Clémence Paes und Raymond Rajaonarivelo werden zwei der prominentesten Filmemacher ihre Werke vorstellen, die sich mit den Folgen der französischen Kolonialzeit, wie mit dem afrikanischen Erbe auseinandersetzen. |
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Sometimes in April Am 7. April 1994 beginnt in Ruanda eines der dunkelsten Kapitel der afrikanischen Geschichte. In einem beispiellosen Massaker das von den Un-Truppen nicht verhindert werden kann versuchten Hutu-Milizen und Tutsi-Bevölkerung zu ermorden. Eine Millionen Tote und 3,5 Millionen Flüchtlinge sind der erschütternde Hintergrund für den von dem Haitianer Raul Peck gedrehten spielfilm der die Geschichte eines Hutu Soldaten in diesen Tagen erzählt. Augustin Muganza widersetzt sich den Befehlen und versucht seine Tutsi-Frau und die Kinder zu retten - er kann sie jedoch nicht mehr erreichen. Jahre später trifft Augustin auf seinen Bruder, der als Anstifter der Greueltaten in Tansania vor dem Kriegsverbrechertriebunal steht... |
Mo 31. 10. 17.00 museum 1 Di 01.11. 17.30 kommunales kino 1 |
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In einem entlegenen Dorf in Burkina Faso grassiert die tödliche Meningitis. Die Dorfbewohner glauben Hexen am Werke, die nach alter Traditon die "Seelen der Kinder essen". Doch das notwendige traditionelle Ritual gerät aus den Fugen. Die Frau des Mannes wird als Hexe aus dem Dorf gejagt und ihre Tochter nimmt den Kampf gegen Verleumdung und Unterdrückung auf... |
Di 01.11. 22.00 studio museum Mi 02.11. 20.00 studio museum |
"Moolaadé" heißt das Schutzrecht in den Dörfern Senegals, das jedem Flüchting Asyl gewährt. Doch diesmal gerät das Dorf in Aufruf: Vier junge Mädchen sind vor ihrer Beschneidung geflohen und haben auf dem Gehöft einer Frau Schutz gefunden. Der Streit um die Beschneidung führt zu einer erbitterten Auseinandersetzung, die das Dorf in zwei Lager spaltet. |
Sa 29.10. 17.30 |
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Die Rheinische Missionsgesellschaft, die 1828 gegründet wurde und die die alles andere als glanzvolle deutsche Kolonialpolitik christlich begleiten sollten dient dem Filmemacher Jean-Marie Teno aus Kamerun als Ausgangspunkt seines Dokumentarfilms. Auf den Spuren der Missionare folgt Teno den Interessen der Kolonialisation bis in unsere Tage. |
Fr. 28.11. 20.00 kommunales kino 2 So 30.10. 22.30 museum 2 |
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"Legenden - nichts als Legenden", so beschreibt einer der alten Männer, der als Erzähler mit Selbstironie und Humor durch Madagaskar führt. Marie Clemence Paes möchte in ihrem poetischen Dokumentarfilm ihre Heimat nicht als exotisches Paradies vorstellen, sondern authentische Bilder und Geschichten einer einmaligen Kultur zwischen Afrika und Asien bewahren. |
Mo 31.10. 22.30 arsenal |
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"Mahaleo" - so nennen die Madegassen Freiheit und Unabhängikeit und bezeichnen damit die großen nationalen Ziele nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1960. Mit "Mahaleo" verbindet sich aber auch die mitreißende Musik einer populären madegassischen Band, der dieser Musikfilm quer durch die neuere Geschichte Madagaskars gewidmet ist. |
Do 27.10. 17.00 atelier Fr. 28.10. 22.30 atelier Sa 29.10. 22.30 kommunales kino 1 |
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In dem abgelegenem Bergdorf Tanala im Osten Madagaskars formiert sich 1947 der Widerstand gegen die französische Kolonialherrschaft. Die Dorfbewohner stehen vor der Entscheidung, sich einer der politischn Bewegungen anzuschließen oder in den Bbewaffneten Untergrund zu gehen. Doch als der militärische Konflikt eskaliert, kündigt sich ein Drama für das ganze Dorf an... |
Fr 28.10. 20.00 atelier Sa 29.10. 22.15 atelier |
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Kapila wird während einer Sonnenfinsternis geboren. Nach alten madegassischen Mythen wird er damit zu einem Träger zerstörerischer Kräfte und ist damit dem Tod geweiht. Doch das Kind wird gerettet. Als Jugendlicher entdeckt Kapila seine übernatürlichen Kräfte per Zufall. In seine Heimat zurückgekehrt kommt es damit zu einer dramatischen Eskalation des Konflilktes mit den unnachgiebigen Dorfbewohnern, die auf die Erfüllung der Traditon bestehen. |
Fr. 28.10. 17.00 atelier |