[Wettbewerb]
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Too much flesh
Zu viel Fleisch
Frankreich 2000 90 Min.
Regie: Jean-Marc Barr, Pascal Arnold
Besetzung: Elodie Bouchez, Jean-Marc Barr, Rosanna Arquette, Ian Vogt,
Ian Brennan
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Seit den 80er Jahren arbeitet Jean-Marc Barr
als Schauspieler mit Regisseuren wie Lars von Trier oder John Boorman. Bekannt
wurde er international durch seine Hauptrolle in Luc Bessons Le grand bleu
(Im Rausch der Tiefe). 1999 führt er bei seinem ersten Spielfilm, Lovers,
Regie. Dort arbeitet er bereits zusammen mit Pascal Arnold (Drehbuch, Produktion),
der auch bei Too Much Flesh wieder am Drehbuch mitarbeitet und, erstmals,
Co-Regie führt.
Illinois, in unserer Zeit: Ein 35-jähriger Mann lebt in einer Ehe,
in die er aus finanziellen Gründen einwilligen musste, die er aber
niemals vollzogen hat. Nun erlebt er zum ersten Mal seine Sexualität
mit einer Fremden. Die Freiheit der beiden steckt auch andere an und sorgt
für Durcheinander in der ländlichen Gemeinde, die zur Scheinheiligkeit
und zum falschen Puritanismus neigt.
"Too Much Flesh ist der zweite Film unserer Freiheits-Trilogie. Nach
Lovers, dem ersten Film, der die Freiheit der Liebe thematisiert hat, handelt
dieser Film jetzt von der Freiheit der Sexualität. Gegenwärtig
wird sexuelle Lust meist als Extrem dargestellt. Wir möchen sie im
Porträt eines unerfahrenen Mannes zeigen, der Sexualität als das
schlichte Teilen von Lust kennenlernt ..."
28.10.00 22:30 Atelier-Stgt., 31.10.00 20:30 Museum Studio, 01.11.00
18:30 Arsenal 02.11.00 16:00 Atelier |
Nationale 7
Route nationale 7
Frankreich 1999 90 Min.
Regie: Jean-Pierre Sinapi
Besetzung: Nadia Kaci, Olivier Gourmet, Lionel Abelanski, Chantal Neuwirth,
Julien Boisselier, Saïd Taghmaoui, Gerald Thomassin
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René Amistadi ist um die 50, fettleibig und
leidet an Myopathie, einer degenerativen Muskelkrankheit. Er lebt in einem
Heim für Körperbehinderte, das in der Nähe von Toulon liegt,
direkt an der Route Nationale 7 ... Keiner im Heim kann ihn ausstehen, und
er ist wirklich ein echter Kotzbrocken. Ausgerechnet für ihn ist die
frischgebackene Betreuerin Julie verantwortlich. Doch Renés Boshaftigkeit
bröckelt angesichts ihrer Naivität und Aufrichtigkeit. Er, der
sich noch nie jemandem geöffnet hat, vertraut ihr seinen sehnlichsten
Wunsch an: Einmal wenigstens möchte er mit einer Frau schlafen, bevor
es wegen seiner fortschreitenden Krankheit für ihn zu spät ist.
Und Julie besorgt ihm tatsächlich eine Prostituierte, die in einem
Campingwagen an der N7 ihrer Arbeit nachgeht.
Die Geschichte basiert auf Tatsachen, und das ist bei einer Komödie
keinesfalls selbstverständlich.
Biographie: Jean-Pierre Sinapi ist am 28.1.1949 in Cahors geboren.
Seit Mitte der 80er Jahre hat er - häufig gemeinsam mit Daniel Tonachella
- zahlreiche Drehbücher zu Fernsehfilmen und -serien geschrieben, die
u.a. von Peter Kassovitz (Ludo Sanders, 1986) und Samuel Fuller (La madonne
et le dragon, 1987) verfilmt worden sind. Nationale 7, entstanden im Rahmen
des Arte-Projekts "Petites caméras", ist seine zweite Regiearbeit.
29.10.00 20:45 Arsenal, 30.10.00 18:30 Museum Studio, 31.10.00 16:00
Atelier, 02.11.00 22:00 Atelier-Stgt |
Jacqueline dans ma vitrine
Jacqueline in meiner Vitrine
Frankreich 80 Min.
Regie: Philippe Pollet-Villard, Marc Adjadi
Besetzung: Jacqueline Heslo, Philippe Pollet-Villard, Preston, Daniel
Ruth, Fabienne Prost, Sylvie , Guy Gargon, Thibault Nolte
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Marc Adjadj arbeitet zunächst als Schauspieler
für Theater, Film und Fernsehen. 1985 wechselt er mit dem Kurzfilm
Pour quelques je t'aime de plus in die Regie. Jacqueline dans ma vitrine
ist sein erster Spielfilm. Philippe Pollet-Villard beginnt seine Filmkarriere
mit Werbefilmen. Sein erster Kurzfilm Ma place sur le trottoir erhält
1998 den "Grand Prix du court-métrage de Clermont-Ferrand". In
Zusammenarbeit mit Marc Adjadj entsteht auf der Basis des gemeinsam verfaßten
Drehbuchs Jacqueline dans ma vitrine.
Merci la vie! Mit ihren gut 70 Jahren geht Jacqueline auf den Strich. Sie
wird von Philippe unterstützt, der aufgehört hat, Staubsauger
zu verkaufen um sich um seinen Sex-Shop zu kümmern. Dort arbeitet auch
Jean, ein ehemaliger Zauberer, der ein Taschenmesser besitzt, das ihm Henri
Salvador geschenkt hat ... Zwischen den Sado-Maso-Utensilien von Jacqueline
(Latex und Peitsche) erwartet einen der vielleicht schmutzigste Film des
Jahres ... der sich dann doch in eine schlüpfrig-heitere Chronik verwandelt,
nicht schwarz, sondern optimistisch! Eine Stimme aus dem Off, professionell
vom Schauspieler-Regisseur geflüstert, ist daran maßgeblich beteiligt.
Die resolut-schlichte Schauspielerei der Darsteller ebenso.
30.10.00 22:15 Atelier-Stgt, 01.11.00 20:30 Arsenal, 02.11.00 18:30 Museum
Studio, 03.11.00 16:00 Atelier |
Banqueroute
Bankrott
Frankreich 2000 75 Min.
Regie: Antoine Desrosières
Besetzung: Mathieu Demy, Gwennola Bothorel, Zinedine Soualem, Antoine
Chappey, Howard Vernon
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Nicolas Lanson, ein junger Börsenbroker,
lebt ein hektisches Leben in Geld und Luxus. Doch dann verursachen seine
riskanten Spekulationen den Zusammenbruch einer Bank. Er flieht, und auf
seinen Kopf wird eine hohe Belohnung ausgesetzt. Unterwegs lernt Nicolas
Charlotte kennen, die von einem Mann schwanger ist, der sie nicht mehr will.
Obwohl Nicolas nicht ihr Typ ist, verführt sie ihn, als sie seine wahre
Identität erfährt. Nicolas hat keinen Schimmer davon, dass Charlotte
mit ihm nicht, wie von ihr behauptet, zu ihrem Bruder unterwegs ist. Sie
führt ihn zu einem ehemaligen Liebhaber - der zufällig Polizist
ist...
Biographie: Antoine Desrosières realisiert 1985 seinen ersten Kurzfilm
Scènes sur Seine. Für seinem ersten Spielfilm A la belle étoile erhält
er 1994 den Grand Prix des Filmfestivals in Valencia. Der Film war im selben
Jahr auch im Wettbewerb um die "Fliegende Kamera" bei den 11.
Französischen Filmtagen Tübingen.
29.10.00 22:00 Atelier-Stgt, 30.10.00 20:30 Mu-Studio, 31.10.00 23:00
Arsenal, 01.11.00 16:00 Atelier |
Mondialito
Frankreich 2000 90 Min.
Regie: Nicolas Wadimoff
Besetzung: Moussa Maaskri, Emma de Caunes, Antoine Maulini, Anton Kouznetsov,
Carlo Brandt
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Nicolas Wadimoff, geboren 1964 in Genf, spielt
zunächst als Gitarrist in einer Rockband. Während dieser Zeit
entsteht sein erster Kurzfilm auf Super-8, Johnny Kichenin, poids moyen.
Bis 1987 studiert er Kommunikation in Montréal und arbeitet später
für das Schweizer Fernsehen als Regisseur von Dokumentarfilmen und
Reportagen. 1997realisiert zusammen mit seinem Montrealer Kommilitonen Denis
Chouinard Clandestins, seinen ersten Spielfilm, zu dem er auch das Drehbuch
schreibt.
Clandestins läuft im Wettbewerb um die "Fliegende Kamera"
bei den Französischen Filmtagen 1998 und gewinnt international zahlreiche
Preise.
Mondialito ist die Geschichte des jungen Abdou, der davon träumt, beim
Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft in Marseille als Besucher
dabei zu sein. Um seinen Traum wahr werden zu lassen, reißt er von
zuhause aus und macht sich auf den Weg. Auf seiner Reise trifft er den Tankwart
Georges, der nicht zögert, seinen Job hinzuschmeißen, um ihn
zu begleiten. Georges war früher ein hoffnungsvoller Torwart, der von
seinem Vereinspräsidenten zu Unrecht gefeuert wurde. Den Kopf voller
Träume und mit leeren Taschen machen sie sich auf den Weg. Eine zarte
Freundschaft beginnt und die beiden machen überraschende Bekanntschaften
... Ein road movie mit Herz!
01.11.00 22:00 Atelier-Stgt., 02.11.00 20:30 Mu-Studio, 03.11.00 22:45
Arsenal |
Daresalam
Tschad/Frankreich 2000 105 Min.
Regie: Issa Serge Coelo
Besetzung: Haikail Zakaria, Abdoulaye Ahmat, Gèrard Essomba, Sidiki Bakaba
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Tschad, in den 70er Jahren. In Galbal, einem
Dorf im Norden, leben Koni und Djimi. Seit ihrer Kindheit sind sie Freunde.
Beide arbeiten sie mit ihren Eltern, die einfache Bauern sind. Daneben hilft
Koni seinem Onkel, dem Schmied und Djimi, dem Schneider. Djimis Familie
mag Koni sehr, denn er ist stets freundlich und hilfsbereit.
Eines Tages fahren Djimi und sein Vater auf den Markt, um ihre Hirse zu
verkaufen. Aber die Einnahmen reichen nicht einmal für die vorgesehenen
Ausgaben, geschweige denn für die Viehsteuer, die dieses Jahr verdoppelt
wurde. Einige Tage später, als die Militär ins Dorf kamen, um
die Steuern einzutreiben, führte dies zu heftigen Diskussionen. Die
Soldaten ziehen ab, doch sie kommen mit dem Präfekten zurück.
Sie bedrohen Konis Onkel. Wütend wirft Koni seinen Speer und verletzt
den Präfekt am Bein. Der Präfekt zieht sich zwar zurück,
aber die Dorfbewohner zwingen Koni das Dorf zu verlassen. Doch die Eskalation
des Konfliktes ist nicht mehr aufzuhalten. Die Soldaten kehren unter dem
Kommando des Ministers ins Dorf zurück. Die Verhandlungen enden jedoch
in einem Massaker. Dabei wird Konis Onkel getötet und Djimis Vater
schwer verletzt. Koni und Djimi müssen fliehen, und schließen
sich den Rebellen im Busch an. Djimi wird bei einem Angriff verletzt und
zu einer heilenden Quelle nach Soborom gebracht. Der Revolutionsrat macht
Tom, einen Rebellen, für die Niederlage verantwortlich. Dieser verläßt
die Gruppe zusammen mit Koni und einigen anderen, um eine eigene Partisanengruppe
zu bilden. Nach Jahren des Kampfes erfährt Djimi, der inzwischen Invalide
ist, daß die Gruppe um Tom und Koni sich mit der Regierung verbündet
hat. Verbittert von dieser Nachricht, muss Djimi erkennen, daß der
Graben zwischen ihm und Koni immer größer geworden ist. Um ihre
Differenzen überwinden zu können, müssen sie sich eingestehen,
daß man öfter an der Arznei als an der Krankheit stirbt.
Biographie: Nach dem Diplom an der Filmschule ESRA beginnt Issa Serge
Coelo seine Karriere als Regieassistent von Souleymane Cissé. Danach führt
er bei mehreren Kurzfilmen Regie. Daresalam ist sein erster Langspielfilm.
27.10.00 10:00 Arsenal, 28.10.00 21:00 Arsenal, 29.10.00 18:30 Studio,
30.10.00 16:00 Atelier, 31.10.00 22:15 Atelier-Stgt. |